Freitag, 2. Mai 2014

New York, New York und der Ernst des Lebens

Hallo meine Lieben,

ich bin wieder in town, also in Montreal, nachdem ich drei Tage in New York war. :D Ich warne euch schonmal vor, das wird ein ziemlich langer Post, nicht nur über New York, sondern in der letzten Woche ist ziemlich viel passiert, gute und schlechte Sachen. Aber fangen wir mal mit Montag an.

Montag in der ersten period hatten wir unser Sec5 breakfast. Also, alle sind in die cafeteria und wir haben Bratkartoffeln, Obst und andere Sachen bekommen. Es war gar nicht so schlecht wie gedacht. :) Danach sind wir raus aufs track und ein Bild in der Form einer 14 gemacht, class of 14 weißte Bescheid. :D Das Bild sieht so mehr oder weniger gut aus, die 1 zu dick und die 4 zu dünn, aber so sind wir. Alles andere als perfekt. :D
Abends, gegen neun, haben wir uns dann an der Schule getroffen wegen NEW YORK! Die Koffer wurden kontrolliert, damit sie das an der Grenze nicht mehr machen müssen. Gegen 22.30 sind wir dann los und nach einem Stop im duty free waren wir gegen 0.00Uhr an der border. Wir Deutschen hatten dann natürlich das Glück Papiere auszufüllen und so weiter, hat aber alles gut geklappt. Gegen 6 waren wir in New York, haben unsere Koffer ins Hotel gebracht (konnten aber nicht auf die Zimmer) und hatten knapp eine halbe Stunde um uns frisch zu machen bevor es dann losging. Frühstück (super lecker!) und dann zum central park. Da sind wir zumindest in einem kleinen Teil durchgelaufen und zu den strawberry fields, also dem John-Lennon-Memorial. Danach durch den zoo (also eher vorbei) und zur 5th ave. Dort sind wir in den FAO Schwarz, einem Spielzeugladen mit einem Piano im Boden, also wo man rüberlaufen muss. Danach sind wir die Straße runter zur St. Patricks Cathedral, die grade umgebaut wurde. Und weil wir noch immer nicht genug gelaufen sind, gings dann weiter übers Rockefeller Center (also da wo dieser Weihnachtsbaum mit dem Eislaufding ist) weiter zum Times Square. Von da aus zum Empire State Building. Und wunder oh wunder, danach durften wir dann zum Hotel. Es war den ganzen Tag über grau und nicht wirklich warm, aber dann fing es auch noch an zu regnen. Nach einer Stunde Pause ging es trotzdem weiter. Bootstour auf dem Hudson River, einmal um New York. Also nicht komplett, aber so ziemlich. :) Und raus zur Freiheitsstatue, also nur um Bilder bei Nacht machen zu können, wir sind aber nicht raus. Danach, nein wir sind immer noch nicht nach Hause, obwohl es schon neun war und keiner von uns so wirklich im Bus geschlafen hat, haben wir eine Nacht-Bus-Tour gemacht. Also mit diesen Doppeldecker und trotz des Regens haben wir uns nicht abschrecken lassen, Regen-Poncho über und nach oben setzen. Obwohl am Ende nur noch 3 Mädels und 2 Lehrer oben saßen - wer war wohl dabei? :D Gegen elf waren wir dann im Hotel und sind nach einer Dusche eingeschlafen.
Am Mittwoch hat es den ganzen Tag geregnet wie aus Eimer was den kompletten Plan durcheinander gebracht hat. Kurz und gut, wir sind dann zu den Outlets außerhalb von New York gefahren und hatten den Vormittag zum Shoppen, mehr Zeit als die jemals hatten. Normalerweise ist es so eine Stunde, wir hatten fast drei. Das war dann gut, wobei Leute Geld ausgegeben haben, hallelujah. Und ich habe nicht dazu gehört. ;) Dann sind wir ins Hotel um die Taschen wegzubringen und dann wieder weiter. Dank des Regens immer noch was anderes als geplant. Wir haben einfach die subway zur(?) bronx genommen, weil die irgendwann über eine Brücke fährt, man also rausgucken kann. So richtig Sinn hat es nicht gemacht, außer, dass es vielleicht rush hour war oder so. Dann wieder ins Hotel und umgezogen für die Broadway Show - Mamma Mia. :D Da es aber immer noch wie aus Eimern geregnet hat haben wir die Röcke in den Koffern gelassen und uns dann wieder mal die Ponchos übergezogen. Die Show war aber amazing mit unglaublich guten Sängern! Beim letzten Lied, also nach dem Verbeugen, ist unsere komplette Gruppe aufgestanden und hat angefangen zu tanzen - Pearson Style :D Schade das wir ganz oben gesessen haben und es kaum einer gesehen hat. :) Danach haben wir Pizza gegessen und wollten eigentlich zurück laufen (das Hotel ist in der Nähe des Times Squares gewesen), aber da der Regen immer noch nicht aufgehört hat und wir schon alle komplett nass waren, haben wir in zweier und dreier Gruppen ein Taxi genommen. So klassische gelbe, total cool! :D
Am nächsten Morgen war alles total nebelig, trotzdem haben wir uns auf den Weg zur Freitheitsstaute gemacht. Als wir auf der Fähre saßen, konnte man erst die Statue gar nicht sehen. :) Als wir auf dem Weg waren wurde es dann aber besser und bis wir da waren war es nur noch grau und nicht mehr nebelig. Auf dem Rückweg zum Festland schien dann die Sonne. Als letztes sind wir dann beim Ground Zero vorbei bevor es dann nach Hause ging. Bei der border haben die nur in unseren Pass geguckt und die vorher von den Amerikanern reingetackerten Papiere rausgemacht. :) Gegen 7.15pm waren wir an der Schule und mit der Dusche war ich dann perfekt zur 2nd period vom hockey game fertig. :D Habs gegen Boston, 4:3. Super spannend!

Freitag bin ich dann wieder zur Schule, warum auch nicht. ;) Wir hatten nämlich unseren Terry Fox Walk. Terry Fox war ein Kanadier, der vor knapp 30Jahren ein Bein durch eine Krebserkrankung verloren hat - mit 18 die Diagnose und mit 19 wurde es amputiert! Er hat aber seinen Kopf nicht in den Sand gesteckt sondern, um Spenden für die Krebsforschung zu sammeln, ist von der West zur Ostküste gelaufen, jeden Tag 42km auf einem Bein und einer Protese. Genannt hat er es Marathon Of Hope. 1980, nach vielen Vorbereitungen, ging es dann los. Die Aufmerksamkeit und Spenden stiegen mit jedem Kilometer, trotzdem musste Terry den Lauf im September abbrechen, nachdem der Krebs auch auf seine Lunge übergegriffen hatte. Im Alter von 22 ist er dann gestorben. Noch heute gibt es einmal im Jahr Kanadaweit diesen Lauf zu seinen Ehren und um weiter Geld für die Krebsforschung zu sammeln. Also diesen Lauf haben wir auch gemacht, und ein free meal bekommen - irgendwie muss man ja die Schüler locken. :D


John Lennon Memorial

Ja, die sind mit Canada Hüten rumgelaufen - proud to be Canadian

Rockefeller Center in Legoformat

Schonmal die kleine Legoversion und ich :)


Da am Eingang wurden wir mit Applaus begrüßt.






Na wo ist sie denn, die Freiheitsstatue? ;)
Na da ist sie doch! :D





Das kleine Mädchen ganz groß :)

Ground Zero



Ok, es ist immer noch nicht vorbei. Ich weiß nicht, ob ihr schon von Diren gehört habt, dem deutschen Austauschschüler der am Sonntag in den USA erschossen worden ist, als er in einer Garage auf dem Nachbargrundstück war. Was genau er und sein Freund da gemacht haben, ist noch nicht klar. Sicher ist, dass der Nachbar 4mal geschossen und 2mal getroffen hat, in den Arm und in den Kopf. Das ganze ist der totale Horror und ich will nicht in der Situation seiner Freunde und Familie in Hamburg sein, die er in einem Monat wieder gesehen hätte. Unglaublich finde ich aber den Zusammenhalt der Austauschschüler, ob deutsch oder nicht. Wir haben mittlerweile eine Facebookgruppe in denen wir Sachen planen um seine Familie und Freunde so gut es geht zu unterstützen! Das Auslandsjahr sollte ein unvergessliches Jahr werden, doch Diren ist nie wieder nach Hause gekommen, was überhaupt nicht sein sollte! Ich kannte ihn nicht, wollte es aber trotzdem erwähnen, grade, weil wir Austauschschüler so unglaublich zusammen halten wie eine große Familie!

Liebste Grüße einer von-den-guten-und-schlechten-Sachen-überwältigten,

Mara <3

PS.: Es tut mir wirklich leid, dass der Post so super lang geworden ist, aber alles war mir unglaublich wichtig. 

6 Kommentare:

  1. Hi das mit dem jungen ist echt heftig ich kann mir nicht vorstellen wie das für die Familie sein muss :( Aber ich hoffe der Mann bekommt seine gerechte Strafe dafür. :/
    Aber naja ich hoffe dir hat der Ausflug sehr viel spaß gemacht und im endeffekt hat es sich echt hart angehört was ihr alles gemacht habt mit so wenig schlaf :0 :)
    War das mit dem Jungen den auch in Montreal?

    Daniel <3

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    1. Hey, naja gerechte Strafe. Er wird wahrscheinlich nicht mal angeklagt, in den USA ist es erlaubt sein Grundstück zu verteidigen, auch mit Waffengewalt. Aber mal gucken, wir hoffen! Also, er war nicht in Montreal.
      Ja, der trip war amazing, und mit wenig Schlaf :)
      Mara <3

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  2. Korrektur: Wir SIND eine große Familie!♥ Kimse Diren'i unutmayacaktır!!!
    Und auch wenn ihr kein tolles Wetter in Big Apple hattet. Deine Eindrücke sind amazing (vor allem das Bild von Manhattan, das Regenbild und die Freheitsstatue, als sie vorhanden ist in der Nacht)! :)
    Ganz liebe Grüße :))

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    1. Ja! O her zaman ailemizin bir parçası olacak ♥ (Googleübersetzer hat gesagt das ist richtig ;))
      Danke. :) Ich fand es auch toll!
      Ganz viele Küsschen runter zu dir!

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    2. Ganz richtig ist es nicht, aber man versteht's ;) ♥♥♥

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    3. Was für eine Welt, nicht mal auf den Googleübersetzer kann man sich verlassen. ;) ♥

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